Die Toskana besteht nicht nur aus Wein und nicht nur aus Chianti und Montepulciano. Es stimmt mich immer traurig, wenn Regionen auf zwei Stichworte begrenzt werden. Im Herbst 2017 habe ich mich erneut auf eine kulinarische Rundreise begeben.

Quer durch die Provinzen Siena, Arezzo, Firenze, Pisa findet man kulinarische Perfektion. Sei es in Osterias, Pizzerias oder in einem der zahlreichen „Agriturismo“-Anwesen. Ein Spaziergang durch Weinberge führt vorbei an Wacholderbeeren, Olivenbäumen und man findet sogar Kaktusfeigen. Auf den Märkten riecht es nach Frische, man hat direkt stechende Lust sich an den Herd zu stellen und zu kochen. Einfach kochen, ohne Rezept, ohne Plan. Alles verarbeiten und kosten, sich und anderen eine Freude machen.

Unverfälscht. Das ist die Toskana. Auf Märkten wird man nicht abgezockt, die Nonna möchte einfach nur ihr Walnussbrot mit Rosinen verkaufen. 500 Gramm für keine 3 Euro. Hausgemacht und unbeschreiblich gut. Salami, die an Scheuen über Holzbalken reift. Käse, dessen Namen man weder kennt noch aussprechen könnte, der aber auf der Zunge zerfließt. Tomaten, die so gar nichts mit unserem (mit Verlaub) Supermarktscheiß zu tun haben.

Ich bin jedes Mal auf’s Neue begeistert und überlasse nun den Bildern die Sprache.

Markt

Selbstverpflegung deluxe

Mutter Natur